Für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur greift Meta erneut auf den Anleihemarkt zurück. Das Unternehmen beschafft laut Reuters mit einer Emission in fünf Teilen insgesamt 15 Milliarden US-Dollar. Die Mittel sollen unter anderem Investitionen in Rechenzentren und Rechenleistung unterstützen.
Eine Anleihe ist ein Kredit von Anlegern an ein Unternehmen. Zwei der fünf Tranchen umfassen laut der von Reuters zitierten Meldung jeweils 3,25 Milliarden Dollar. Die 2031 fälligen Papiere haben einen Kupon von 5,85 Prozent, die bis 2033 laufenden einen von 6,25 Prozent.

Schon im April hatte Meta Anleihen für 25 Milliarden Dollar verkauft, im Vorjahr waren es 30 Milliarden. Hinzu kommt ein möglicher Aktienfinanzierungsplan von insgesamt bis zu 97,5 Milliarden Dollar. Darin enthalten ist ein gesondertes Programm über bis zu 60 Milliarden Dollar, das nach dem erwarteten Handelsstart neuer C-Aktien im ersten Quartal 2027 beginnen soll. Zeitpunkt und Bedingungen stehen noch nicht endgültig fest. Auf Angebote von Stammaktien und Pflichtwandelvorzugsaktien entfallen weitere 37,5 Milliarden Dollar.
Die Investitionen und der Cashflow
Meta rechnet für 2026 mit Investitionen von 135 bis 145 Milliarden Dollar einschließlich Tilgungszahlungen für Finanzierungsleasing. Zuvor hatte die Spanne bei 130 bis 145 Milliarden gelegen. Angepasst wurde somit die Untergrenze; die Obergrenze blieb gleich.
Im dritten Quartal erzielte Meta nach eigenen Angaben einen operativen Cashflow von 32,79 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow lag bei minus 2,12 Milliarden Dollar. Ende September verfügte das Unternehmen über 82,45 Milliarden Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und marktfähigen Wertpapieren. Für seinen freien Cashflow zieht Meta vom operativen Cashflow Sachinvestitionen und Leasingtilgungen ab.
Die Finanzierung zeigt, wie kapitalintensiv der Ausbau der Infrastruktur ist. Die Ratingagentur Moody’s bewertete die neuen Schuldtitel laut Reuters mit Aa3.


