Ein Motiv ist gefunden, doch die Überschrift ändert sich und für den nächsten Kanal wird ein anderes Format gebraucht. Genau an dieser Stelle wird aus einem Bild eine Gestaltungsaufgabe. Canva Craft, das neue Bildmodell von Canva Research, verbindet die Generierung mit dem weiteren Designprozess. Es steht in Dream Lab und über eine öffentliche API bereit.
Zuerst wird der Bildaufbau geplant
Craft arbeitet in zwei Stufen. Zunächst entsteht ein Plan für Elemente, räumliche Beziehungen, Größen, Blickführung und Text. Danach setzt ein Rendering-Modell diesen Plan ins Bild um. Für einen Auftrag bedeutet das: Nicht nur die gewünschten Gegenstände zählen, sondern auch ihre Funktion in der Komposition.
Was soll später noch veränderbar sein?
Canva betont die Verbindung zu Magic Layers. Damit lassen sich erzeugte Bilder in bearbeitbare Designelemente überführen. Bei einer Kampagne kann es dadurch sinnvoll sein, die späteren Änderungen bereits im Briefing mitzudenken: Bleibt das Motiv gleich? Wechselt nur die Botschaft? Braucht ein weiteres Format eine andere Aufteilung?
Format und Schriftsprache getrennt planen
Craft bietet Ausgaben bis 2K und mehr als 30 Seitenverhältnisse. Eingaben sind in verschiedenen Sprachen möglich; für Schrift innerhalb der Bilder nennt Canva 55 Sprachen. Die Sprache der Beschreibung und die Sprache auf dem fertigen Motiv sind also zwei eigene Entscheidungen.
Als Gestaltungsansatz lässt sich dieselbe Idee einmal für ein quadratisches Posting und einmal für einen breiten Banner formulieren. Der Schwerpunkt kann dabei jeweils anders liegen.

Hazels Einordnung
Dieselbe Idee, ein anderer Bildausschnitt. Wer vorab festlegt, was im Motiv bleiben soll und was später geändert wird, gibt auch der Nachbearbeitung eine Richtung. Interessant an Craft ist deshalb die Verbindung von geplanter Komposition und bearbeitbarem Ergebnis: Das erste Bild wird zum Ausgangsmaterial für die weitere Gestaltung.


