Was Meituan ankündigt
Ein Bild verstehen, daraus eine Idee ableiten und anschließend mehrere Schritte an einem Softwareprojekt arbeiten: Auf solche Aufgaben zielt Meituans neues Modell LongCat-2.5.
Laut der Unternehmensmeldung vom 2. November besitzt das Modell insgesamt 1,6 Billionen Parameter. Das sind beim Training gelernte einstellbare Werte. Die Zahl allein verrät weder Geschwindigkeit noch Qualität bei einer konkreten Aufgabe. Meituan gibt außerdem an, das Modell mit chinesischer Recheninfrastruktur trainiert zu haben.
Die offizielle Dokumentation bezeichnet LongCat-2.5 als multimodal: Es verarbeitet neben Text auch visuelle Informationen. Der Anbieter nennt visuelles Programmieren, kreative Gestaltung, 3D-Aufgaben und längere Softwarearbeiten mit Werkzeugen. Ein KI-Agent ist eine Software, die für ein Ziel mehrere Schritte ausführen und dabei Werkzeuge nutzen kann. Diese Angaben beschreiben die Ziele des Anbieters; ein gleich gutes Ergebnis für jedes Projekt ist damit nicht garantiert.

Das Änderungsprotokoll der LongCat-API nennt den 2. November als Verfügbarkeitsdatum. Eine API ist eine Schnittstelle, über die andere Programme ein Modell ansprechen. Die Dokumentation beschreibt auch die Einbindung in Werkzeuge wie Codex und Claude Code. Für das Kontextfenster nennt die Parameterseite eine Million Token. Token sind kleine Einheiten der verarbeiteten Daten.
Zugang und Beleggrenzen
Das Ausgangsvideo nennt zudem Testergebnisse und rund 48 Milliarden aktive Parameter. Diese Einzelheiten konnten wir anhand der hier geprüften offiziellen Meldung und Dokumentation nicht unabhängig bestätigen. Auch die Verfügbarkeit herunterladbarer Modellgewichte auf GitHub oder Hugging Face haben wir nicht verifiziert. Zugang, Preise und Bedingungen sollten vor der Nutzung aktuell beim Anbieter geprüft werden.
Entscheidend ist die praktische Frage: Wie gut wird aus einem Bild unter menschlicher Kontrolle ein funktionierendes Ergebnis? Dafür braucht es vergleichbare Aufgaben und Testbedingungen.


